Lexikon
Viele Menschen, mit denen ich über meine Arbeit spreche, wissen zuerst nicht was gemeint ist. Es gibt viele (auch Mode-) Begriffe, die ich verwende und ich möchte hier gern erläutern, was ich mit diesen Begriffen meine.
So kannst du vielleicht besser verstehen, worum es in meiner Arbeit geht. Wenn du bei Begrifflichkeit Fragen hast, komme gern jederzeit auf mich zu!
Raumhalten
Mittlerweile wird dieser Begriff inflationär genutzt. Ich lernte ihn kennen, als ich selbst das erste Mal zum Mama-Baby-Yoga ging. Mehrere Monate habe ich mich gefragt, was das bedeutet. Nun nutze ich ihn selbst. Er lässt Professionalität in meinem Berufsfeld zu. Ob jede, die ihn nutzt, auch wirklich professionell arbeiten kann, steht auf einem anderen Blatt. Um das beurteilen zu können, darfst du deinem Gefühl vertrauen.
Verbundenheit
mit mir selbst. Ich weiß, wenn ich einen Raum, der meiner Kundin dienen soll, betrete, wo ich gerade stehe, was ich brauche und was mich bewegt. Erst wenn ich das genau weiß und reflektiert habe und mich selbst gut versorgt habe, kann ich die Fähigkeit entwickeln, anderen den Raum zu halten.
Fühlen
was mein gegenüber wohl fühlen mag. Kein Mitgefühl, kein Mitleid sondern wahrnehmen, wie sich mein Gegenüber jetzt gerade fühlt. Von Sekunde auf Sekunde. Dadurch schaffe ich eine wirkliche Präsents im Hier und Jetzt. Das vermittelt Sicherheit. Diese Feinfühligkeit und Aufmerksamkeit führt dazu, dass ich Ruhe ausstrahle.
Wann
werde ich aktiv? Wann ist es angebracht, was zu sagen? Das muss ich vorher ganz genau checken. Wann mache ich etwas, wann greife ich ein und wann bleibe ich aktiv passiv, weil das angebrachter ist, um den inneren Prozess meines Gegenübers nicht zu stören.
aktives
Zuhören
ist mehr, als nur Geschichten anhören. Spiegeln, Paraphrasieren, mitlachen, mitweinen, ...
Das vermittelt meinem Gegenüber, dass ich wirklich zuhöre, dass ihre Geschichte wichtig ist, dass ihre Wahrnehmung und ihr Erzählen wichtig sind und dass ich sie in ihrer Wahrnehmung bezeugen kann. Alle Gefühle sind okay und echt.
richtiges Validieren
ist essenziell. Es setzt voraus, dass ich vorher aufmerksam zugehört habe, dass ich die Stimme meines Gegenübers gehört habe, mit jeder Zittrigkeit und jedem Lachen darin und dass ich auch die Körpersprache gelesen und mein Gegenüber als Ganzes wahrgenommen habe.
Ich kann die Geschichte meines Gegenübers vollkommen anerkennen, auch wenn meine persönliche Haltung von der Haltung meines Gegenübers abweicht.
Das meine ich, wenn ich sage: Meine Scheiße hat in deinem Raum nichts verloren!